Kategorie: Neuseeland Seite 1 von 2

Te Anau – Christchurch

Am nächsten Morgen war schon wieder recht früh Tagwach angesagt, da uns eine lange Fahrt bevorstand.

Kurz vor 7 Uhr starteten wir den Motor und begaben uns auf eine gut 8-stündige Fahrt nach Christchurch. Der erste Teil bis nach Cronwell führte uns den gleichen Weg zurück wie wir gekommen sind. Je näher wir Richtung Lindis Pass kamen säumten ganze Felder von lilafarbenen Blumen unseren Weg.

Am Lake Pukaki machten wir den nächsten Stop, wo wir frisch geräuerten Lachs aus diesem See kauften für unser Nachtessen.

Je näher wir uns Christchurch näherten, um so dunkler wurden auch die Wolken und kurz vor Christchurch begann es dann auch zu regen. Dies änderte sich auch den ganzen Abend nicht mehr, weshalb wir den letzten Abend in Neuseeland im Camper verbrachten.

Am nächsten Morgen hiess es erst mal packen und alle Ecken im Camper finden, welche noch persönliche Dinge von uns hatten.

Danach machten wir auf um Christchurch zu besichtigen. Die Spuren des verheerenden Erdbebens von 2006 sind immer noch sehr gut zu sehen und einge alte Gebäude so wie die grosse Kirche im Zentrum wird zur Zeit wieder aufgebaut.

 

Nach ein paar feinen Sushi zum Mittagessen gings dann auch schon Richtung Flughafen, zuerst um den Camper abzugeben und danach in den Flieger zu steigen. Weiter gehts nach Australien. Bzw. zuerst nach Tasmanien.

Bye-Bye Aotearoa – WIR KOMMEN WIEDER 🙂

Milford Track

Endlich gehts mit bloggen weiter – wir hatten leider ziemlich schlechte Internetverbindungen oder kaum Zeit :-). Geniesst unsere weiteren Abenteuer. 

Am Morgen des 18. Dezember 2018 kam dann das Okay, dass wir am Nachmittag unsere 4-tätige Wanderung starten können – die Niederschläge sollen gegen Nachmittag abflachen. 

So packten wir unsere Rucksäcke, stärkten uns noch mit einem Lunch und fuhren nach Te Anau Downs, wo wir um 14 Uhr ins Wasser-Taxi einstiegen. 

Nach einer einstündigen Fahrt kamen wir zum Startpunkt des Tracks. Der erste Tag war ein kurzes Warm-Up von 5 Kilometern, so dass wir nach 58 Minuten die erste Hütte (Clinton Hut) und somit auch die ersten Sandflys erreichten. 

Einige Worte zur Packliste. Im Rucksack bringe ich mit: Schlafsack, Ersatzwanderhosen, Ersatz-T-Shirts, warme Jacke (Frau zwei davon), Socken, Unterwäsche, Regensachen, Cap, Sonnenbrille. Dann Geschirr, Tassen, Besteck, Food für alle Tageszeiten. Zahnpasta, Zahnbürste, minimini Seife, Handtuch. Fertig. Und wisst ihr was? DAS funktioniert :-)!!!! Natürlich kommen wir nach vier Tagen einigermassen riechend zurück, aber was solls, alle sind wir gleich unterwegs.

    

Die nächsten drei Nächte verbringen wir nun mit Schnarchnasen, Ranggifüdles und Dauer-Bisler. Gut haben wir Ohrenstöpsel mit dabei, so können wir am ersten Morgen einigermassen ausgeruht unsere erste lange Wanderung antreten. 16,5 km erwarten uns, welche wir in 4,5 Stunden absolvierten. Zu Beginn hat es ein wenig geregnet, das Tal ist verhangen und lässt uns leider den Blick zu den Bergen nicht zu. Aber unterwegs erleben wir die unbeschreibliche Natur und können dazu fast nur einige Bilder sprechen lassen.

Nach einer 4,5 Stunden Wanderung kommen wir im Mintaro Hut an.

   

Am dritten Tag absolvieren wir 14 km, welche uns nun über den Mackinnon Pass (1146 M.ü.M.) führen. Wir kommen dann später als gewohnt im Dumpling Hut an, die Wanderung war anstrengend, aber wunderschön, nicht zuletzt, weil wir noch einen Abstecher zu den Sutherland Falls machten.

        

Queenstown – Te Anau

Am Morgen machten wir noch eine Runde durch die Innenstadt von Queenstown auf der Suche nach ein paar Souveniers – leider nicht so ganz erfolgreich. Dafür haben wir noch den Rest für unser Trecking gefunden. 

Nach einem feinen Cappuccino im Hafen ging‘s dann wieder hinters Steuer Richtung Te Anau. Die Fahrt dauert aufgrund von starken Winden länger als geplant, aber dafür sind wir Safe in Te Anau angekommen.

Dann ging‘s zum Büro des Department of Conservation für das Check-In für den Milford Track. Aufgrund von sehr schlechten Wetterprognosen (sehr starke Niederschläge für den nächsten Tag erwartet) müssen wir abwarten bis zum nächsten Morgen, ob wir überhaupt starten können. Mehr dazu im nächsten Blog. 

Zum Frust runterspülen brauchten wir dann mal ein Bier. Hoffentlich können wir starten!

 

 

Queenstown

Gestern Abend haben wir eine Tour im Internet rausgesucht, welche uns heute nochmals auf einen Berg führen soll – Training. Shoppen können wir dann in Queenstown Morgen noch.

Also haben wir uns heute bei „chriisdickäm“ Nebel aufgemacht zur Gondelstation mitten in Queenstown. Da die Stadt alles auf Adrenalin und Action auslegt, konnte man bereits bei der Talstation das erste Foto aus der Gondel erhalten (kennsch mir hei ir Schwyz ou Gondlä?). Oben angelangt war leider immer noch dicker Nebel, also gabs zuerst einen Kaffee. Der weibliche Part unserer zweier Reisegruppe hatte dann etwas Stalldrang und so gingen wir trotz schlechtem Wetter los Richtung Mount Ben Lombond. Der Treck ging leider nur einmal hinauf – 2,5 Stunden lang. Aber kurz nach dem Start und den ersten Höhemetern befanden wir uns über der Nebelgrenze und wir konnten einen Moment lang ins Nebelmeer nach unten schauen.

Kurz vor dem Gipfel war die Euphorie des Wanderns bei der eben weiblichen Anwesenden doch etwas angekratzt (lääck ha ig chum me möge). Aber so kurz vorher aufgeben liegt einfach nicht drin, also einen Riegel essen und los! 

Gut haben wir das gemacht, dieser atemberaubende Ausblick – eine rundum Sicht und höher als die faulen Helikopter Touristen. Es war sooo schön. Von den südlichen Alpen zurück über Queenstown und den Lake Wakatipu.

Fünf Stunden später, wieder an der Bergstation angekommen, gabs eine kurze Pause, bevor wir dann in den Flipflops doch noch einige Touristenläden und Trekkingshops unsicher machten.

Nun sind wir so ziemlich kaputt und freuen uns Morgen auf ein wenig Queenstown und die Fahrt nach Te Anau, wo wir für unseren Milford Treck einchecken müssen.

An dieser Stelle, happy birthday Papi und Kadle! Einen wunderschönen Tag heute, wir haben Euch lieb!

  

 

Fox Glacier – Queenstown

Welch ein Tagesstart! Um 6.00 Uhr (sechs Uhr gell!!) klingelte der Wecker. Wir haben uns mit Moni und Dani zur Frühwanderung an den Lake Matheson verabredet. Um 6.30 Uhr losfahren, da gemäss Reiseführer der See zum Sonnenaufgang ganz ruhig und in einem super Licht erscheint. Nun – dann auf!

Über dem See schweben noch einige kleine feine Nebelfäden. Ganz ruhig und zwart kommt die Welt am Morgen früh bei uns an. Im Spiegelbild des Sees können wir den Mount Cook bewundern. Welch wunderschöner Moment. 

 

   

Nach einem leckeren Cappuccino sind wir dann in die Camper gestigen und bis zu einem Flussbett gefahren, wo wir Campingtischchen und Stühle herausgeholt und ein gemeinsam ein reichliches Frühstück genossen haben. Die Wärme, der blaue Himmel, die Landschaft, die sich vor uns zum Frühstück ausbreitete – genau so stellen wir uns die Freiheit mit Camper vor! WOW!

 

Danach müssen wir leider von den beiden Schweizern Abschied nehmen. Gute Reise Ihr Zwei – es war uns ein Vergnügen mit Euch. Wir fahren los auf den langen Weg nach Queenstown. Nicht etwa langweilig ist der Weg, welcher uns quer durch die Alpen führt. Wunderschöne Seen (und das sind hier nicht so kleine Bergseen wie wir diese in der Schweiz kennen) und herrliche Berge rundherum. Welch Paradies bei schönem Wetter einem beschwert wird, danke New Zealand, we love you!

    

 

    

 Zu guter Letzt sind wir dann noch die legendäre Bungie Jumping Bridge besichtigen gegangen. Die armen Touristen, welche dort runterspringen, iihhh…

Ja und nun sind wir etwas ausserhalb von Queentown angekommen. Wir werden hier zwei Nächte verbringen, bevor wir zum letzten Höhepunkt unserer Reise fahren. Dazu gilt es mehr denn je: Daumen drücken, dass uns das Wetter einigermassen gut bleibt.

Greymouth – Fox Glacier

Um halb zehn fahren wir ab Richtung Südalpen. Der erste Halt machen wir in Hokitika. Der Ort ist berühmt für Glasbläserei und der Herstellung von Jade-Gegenständen (oder Schmuck). Wir konnten kurz in eine Werkstatt schauen, wo die Kunsthandwerker arbeiten. Danach fahren wir Richtung südliche Alpen. Irgendwie sind wir schon ein wenig melancholisch, denn jetzt gehts in den Schlussspurt von Neuseeland. Zwar werden wir noch in den Fjordlands vier ganze Tage verbringen, aber der grosse Teil wird in Queenstown abgeschlossen und dort kommen wir Morgen schon an :-(. Heute wollen wir aber in die Nähe der Gletscher. Geplant ist, dass wir auf den Fox Glacier gehen. Daher machen wir nur einen kurzen Stopp beim Franz Josef Glacier, wo man in gut 1,5 Stunden zu Fuss zum Gletscher käme. Aber für uns muss es mit einem Foto aus der Weite reichen.

Wir fahren somit nach einer kurzen Pause zum zweiten Gletscher. Im Dorf machen wir einen Kaffeehalt, bevor wir zum Gletscher fahren wollen. Was wir leider nicht wussten, dass die Zugangsstrasse gesperrt ist :-(. Einzig der Viewpoint war offen. Welche Enttäuschung! Aber das Wetter spielte leider auch nicht mit, es regnete wieder einmal.

So beschliessen wir um vier Uhr auf den Campingplatz zu fahren und Wäsche zu waschen. Naja. Gut haben sie hier einen Hot Pot, den konnten wir dann für eine halbe Stunde für uns buchen und geniessen.

Morgen gehts früh um halb sieben los – Details folgen!

Motueka – Greymouth

Auf dem Weg nach Greymouth sind wir beim ersten Stopp zu den Seals in der Nähe von Westport gefahren. Wir standen an den Felsen und haben sie zuerst fast nicht gesehen. Erst mit längerer Beobachtungszeit haben wir dann auch kleine Seehunde mit den Mamis gesehen. Einfach süss!

  

Anschliessend fuhren wir zu den Pancakes Rocks (was die alles für Namen vergeben…). Die Natur hat hier was wunderschönes erschaffen. Felsen, die aus dem Meer heraustürmen und vom Wasser über ewige Jahre geformt und ausgespült wurden.

  

 

Die Zeit lässt uns leider keine Wahl – wir müssen das Schöne der Küste verlassen und wieder in den Camper sitzen. Greymouth und einen Apero mit dem Schweizer Ehepaar warten auf uns. Bei der Ankunft regnet es wieder einmal. Aber wie das Wetter hier so ist – April in der Schweiz ist ein Segen! – bald hört es auf. Nach dem Abendessen sehen wir aus dem Fenster einen Rotstich am Himmel – das Meer gleich hinter dem Camper – ab an den Strand und kitschige Fotos knipsen – was für einen herrlichen und traumhaften Sonnenuntergang – sowas meinen wir noch nie gesehen zu haben.

 

Motueka (Abel Tasman National Park)

We walk! Endlich sind wir wieder draussen in der Natur und können einen Tag völlig ohne Camper fahren geniessen.

Wir haben uns eine Tour mit Boot gebucht. Morgens um 8.20 Uhr sind wir beim Campingplatz abgeholt und zum Hafen gefahren worden. Dort sind wir auf das Boot eingecheckt. Zuerst sind wir entlang des Parks bis zum Schluss auf dem Boot geblieben (von Kaiteriteri nach Totaranui) und haben viele Beaches und wunderschöne Uferzonen beobachten können. Sogar Seehunde habenw wir bewundert (leider hat Conny drei Fotos gemacht, aber immer dann abgedrückt, wenn die Seehunde schon nicht mehr auf den Steinen zu sehen waren :-)).

Auf dem Rückweg sind wir beim Medlandes Beach ausgestiegen und haben die Wanderung bis Anchorage gemacht. Unterwegs haben wir ein Schweizer Ehepaar kennen gelernt, mit ihnen sind wir dann zurück im Hafen noch ins Bier :-).

     

Kaikoura – Motueka

So, den Walfisch haben wir gesehen. Spät aber immerhin. Zur ganzen Story:

Früh morgens um halb sieben klingelte der Wecker. Ohne diesen „Tschäderi“ schlafen wir mittlerweile fast bis 12 Stunden, irgendwie müssen wir was nachholen oder vorholen? Egal den Wecker brauchte es dringend. Nach einer obligatorischen Kiwi für die Vitamine und den Kaffee gings ab zum Meetingpoint. Nach ellenlangen Instructions zum Thema, was mann/frau alles bei einer Bootspanne machen muss, wurden wir in einen Car zum Hafen gefahren. Mit einem Schnellboot gehts zur Bucht hinaus ins Meer und auf die Suche nach den Walen. Die gesuchten Tiere sind Sperm Wales, vom Film wissen wir nun, wie sie aussehen müssten.

Zuerst startet aber eine andere – sehr unangenehme Unterhaltung. Nicht vergebens sind vor allen Sitzen die „Kotztüten“. Mindestens ein Drittel der Gesellschaft wird fahl im Gesicht und widmet sich nicht mehr dem schönen welligen Meer, sondern der Tüte. Nun, wir lassen die Tüten Tüten sein und geniessen die Fahrt. Jetzt wissen wir aber auch, warum die Crew ziemlich gut bestückt ist, die wissen was zu tun ist.

Den Wal gabs dann ganz am Schluss. Benny hat ihn gefilmt, unten Fotoausschnitte davon. Schön wars! Danke Du lieber Wal, dass Du uns kurz beschert hast.

 

Danach gings wiederum auf zu einer langen Fahrt. Da es dem weiblichen Part der Reisegemeinschaft erheblich besser geht, war die Bordunterhaltung gewährleistet. Christmas Songs der Schwägerin (bzw. Bennys Schwester) haben uns lange begleitet. Danke für die Ohrwürmer, es war ein Vergnügen. Die langen Baustellen auf der Strasse wurden auch spassig – bei allen Starts und Stopps standen Arbeiter, welche den Verkehr regelten – welche sich über freundliches Winken und Lachen sehr happy zeigten und für uns ein grosser Unterhaltungseffekt wurde (wer lächelt am schönsten?).

In Nelson haben wir einen kurzen Stopp mit einer halben Stunde Fussvertreten durch die Stadt gemacht, bevor wir nach Motueka fuhren. Hier bleiben wir nun zwei Tage, da wir endlich wieder einen Treck machen wollen.

Nach einem leckeren Znacht von Benny (Spargeln!!) und einem mässigen Merlot machen wir nun unsere Wandersachen bereit, damit wir Morgen früh bereit sind, wenn uns der Bus zu unserem Schiff holen kommt. Aber davon dann Morgen mehr. Gute Nacht liebe Schweiz!

Picton – Kaikoura

Uhii war das ruhig auf dem Camping in Picton, so dass wir erst um 9 Uhr erwacht sind. Nach den Frühstück gingen wir ins Tourist-Office und liessen und es ein paar Walks in der Nähe zeigen. Wir entschieden uns für den Walk zum Queen Elisabeth View, wo man eine tolle Aussicht auf die Fjorde hat.

Am Nachmittag gings dann wieder hinters Steuer und wir fuhren durch viele Weinanbaugebiete des Marlborough Sound bis nach Kaikoura. Aufgrund von vielen Baustellen dauerte die Fahrt gut eine Stunde länger als erwartet, aber wir haben ja Ferien und somit keinen Stress :-).

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©  2021 Conny & Benny Hofstetter