Kategorie: Reiseblog Seite 4 von 5

Greymouth – Fox Glacier

Um halb zehn fahren wir ab Richtung Südalpen. Der erste Halt machen wir in Hokitika. Der Ort ist berühmt für Glasbläserei und der Herstellung von Jade-Gegenständen (oder Schmuck). Wir konnten kurz in eine Werkstatt schauen, wo die Kunsthandwerker arbeiten. Danach fahren wir Richtung südliche Alpen. Irgendwie sind wir schon ein wenig melancholisch, denn jetzt gehts in den Schlussspurt von Neuseeland. Zwar werden wir noch in den Fjordlands vier ganze Tage verbringen, aber der grosse Teil wird in Queenstown abgeschlossen und dort kommen wir Morgen schon an :-(. Heute wollen wir aber in die Nähe der Gletscher. Geplant ist, dass wir auf den Fox Glacier gehen. Daher machen wir nur einen kurzen Stopp beim Franz Josef Glacier, wo man in gut 1,5 Stunden zu Fuss zum Gletscher käme. Aber für uns muss es mit einem Foto aus der Weite reichen.

Wir fahren somit nach einer kurzen Pause zum zweiten Gletscher. Im Dorf machen wir einen Kaffeehalt, bevor wir zum Gletscher fahren wollen. Was wir leider nicht wussten, dass die Zugangsstrasse gesperrt ist :-(. Einzig der Viewpoint war offen. Welche Enttäuschung! Aber das Wetter spielte leider auch nicht mit, es regnete wieder einmal.

So beschliessen wir um vier Uhr auf den Campingplatz zu fahren und Wäsche zu waschen. Naja. Gut haben sie hier einen Hot Pot, den konnten wir dann für eine halbe Stunde für uns buchen und geniessen.

Morgen gehts früh um halb sieben los – Details folgen!

Motueka – Greymouth

Auf dem Weg nach Greymouth sind wir beim ersten Stopp zu den Seals in der Nähe von Westport gefahren. Wir standen an den Felsen und haben sie zuerst fast nicht gesehen. Erst mit längerer Beobachtungszeit haben wir dann auch kleine Seehunde mit den Mamis gesehen. Einfach süss!

  

Anschliessend fuhren wir zu den Pancakes Rocks (was die alles für Namen vergeben…). Die Natur hat hier was wunderschönes erschaffen. Felsen, die aus dem Meer heraustürmen und vom Wasser über ewige Jahre geformt und ausgespült wurden.

  

 

Die Zeit lässt uns leider keine Wahl – wir müssen das Schöne der Küste verlassen und wieder in den Camper sitzen. Greymouth und einen Apero mit dem Schweizer Ehepaar warten auf uns. Bei der Ankunft regnet es wieder einmal. Aber wie das Wetter hier so ist – April in der Schweiz ist ein Segen! – bald hört es auf. Nach dem Abendessen sehen wir aus dem Fenster einen Rotstich am Himmel – das Meer gleich hinter dem Camper – ab an den Strand und kitschige Fotos knipsen – was für einen herrlichen und traumhaften Sonnenuntergang – sowas meinen wir noch nie gesehen zu haben.

 

Motueka (Abel Tasman National Park)

We walk! Endlich sind wir wieder draussen in der Natur und können einen Tag völlig ohne Camper fahren geniessen.

Wir haben uns eine Tour mit Boot gebucht. Morgens um 8.20 Uhr sind wir beim Campingplatz abgeholt und zum Hafen gefahren worden. Dort sind wir auf das Boot eingecheckt. Zuerst sind wir entlang des Parks bis zum Schluss auf dem Boot geblieben (von Kaiteriteri nach Totaranui) und haben viele Beaches und wunderschöne Uferzonen beobachten können. Sogar Seehunde habenw wir bewundert (leider hat Conny drei Fotos gemacht, aber immer dann abgedrückt, wenn die Seehunde schon nicht mehr auf den Steinen zu sehen waren :-)).

Auf dem Rückweg sind wir beim Medlandes Beach ausgestiegen und haben die Wanderung bis Anchorage gemacht. Unterwegs haben wir ein Schweizer Ehepaar kennen gelernt, mit ihnen sind wir dann zurück im Hafen noch ins Bier :-).

     

Kaikoura – Motueka

So, den Walfisch haben wir gesehen. Spät aber immerhin. Zur ganzen Story:

Früh morgens um halb sieben klingelte der Wecker. Ohne diesen „Tschäderi“ schlafen wir mittlerweile fast bis 12 Stunden, irgendwie müssen wir was nachholen oder vorholen? Egal den Wecker brauchte es dringend. Nach einer obligatorischen Kiwi für die Vitamine und den Kaffee gings ab zum Meetingpoint. Nach ellenlangen Instructions zum Thema, was mann/frau alles bei einer Bootspanne machen muss, wurden wir in einen Car zum Hafen gefahren. Mit einem Schnellboot gehts zur Bucht hinaus ins Meer und auf die Suche nach den Walen. Die gesuchten Tiere sind Sperm Wales, vom Film wissen wir nun, wie sie aussehen müssten.

Zuerst startet aber eine andere – sehr unangenehme Unterhaltung. Nicht vergebens sind vor allen Sitzen die „Kotztüten“. Mindestens ein Drittel der Gesellschaft wird fahl im Gesicht und widmet sich nicht mehr dem schönen welligen Meer, sondern der Tüte. Nun, wir lassen die Tüten Tüten sein und geniessen die Fahrt. Jetzt wissen wir aber auch, warum die Crew ziemlich gut bestückt ist, die wissen was zu tun ist.

Den Wal gabs dann ganz am Schluss. Benny hat ihn gefilmt, unten Fotoausschnitte davon. Schön wars! Danke Du lieber Wal, dass Du uns kurz beschert hast.

 

Danach gings wiederum auf zu einer langen Fahrt. Da es dem weiblichen Part der Reisegemeinschaft erheblich besser geht, war die Bordunterhaltung gewährleistet. Christmas Songs der Schwägerin (bzw. Bennys Schwester) haben uns lange begleitet. Danke für die Ohrwürmer, es war ein Vergnügen. Die langen Baustellen auf der Strasse wurden auch spassig – bei allen Starts und Stopps standen Arbeiter, welche den Verkehr regelten – welche sich über freundliches Winken und Lachen sehr happy zeigten und für uns ein grosser Unterhaltungseffekt wurde (wer lächelt am schönsten?).

In Nelson haben wir einen kurzen Stopp mit einer halben Stunde Fussvertreten durch die Stadt gemacht, bevor wir nach Motueka fuhren. Hier bleiben wir nun zwei Tage, da wir endlich wieder einen Treck machen wollen.

Nach einem leckeren Znacht von Benny (Spargeln!!) und einem mässigen Merlot machen wir nun unsere Wandersachen bereit, damit wir Morgen früh bereit sind, wenn uns der Bus zu unserem Schiff holen kommt. Aber davon dann Morgen mehr. Gute Nacht liebe Schweiz!

Picton – Kaikoura

Uhii war das ruhig auf dem Camping in Picton, so dass wir erst um 9 Uhr erwacht sind. Nach den Frühstück gingen wir ins Tourist-Office und liessen und es ein paar Walks in der Nähe zeigen. Wir entschieden uns für den Walk zum Queen Elisabeth View, wo man eine tolle Aussicht auf die Fjorde hat.

Am Nachmittag gings dann wieder hinters Steuer und wir fuhren durch viele Weinanbaugebiete des Marlborough Sound bis nach Kaikoura. Aufgrund von vielen Baustellen dauerte die Fahrt gut eine Stunde länger als erwartet, aber wir haben ja Ferien und somit keinen Stress :-).

Wellington – Picton

Am Morgen fuhren wir von Lower Hatt nach Wellington und besichtigten die Stadt ein wenig. Am Peer hatte es einen Gemüsemarkt sowie verschiedene Food-Stände, wo man sich mit Spezialitäten rund um den Globus verköstigen konnte.

Um 13 Uhr fuhren wir dann los zum Hafen der Interislander Fähre, welche uns bis am frühen Abend rüber auf die Südinsel brachte. Das Nachtlager schlugen wir gleich im Ankunftsort Picton auf.

Ohakune – Wellington (Lower Hatt)

Der heutige Tag ist kurz erzählt: Wir sind ganz in den Süden der Nordinsel gefahren mit 3 kurzen Stopps: Tanken, Medikamente für Conny (jetzt hat sie die Erklältung voll erwischt) und ein paar Sushi zum Lunch.

Ah, da ist noch ein weiteres Highlight: Es ist wärmer geworden, so dass nun Shorts angesagt sind (gemäss Prognosen jedoch leider nur für eine kurze Zeit).

Tongariro Nationalpark

Endlich darf ich meine Geschichte erzählen!

In  einer längst vergangenen Zeit wurden acht Berge aus der Landschaft geboren. Es lebten sieben Männer – Tongariro, Taranaki, Ruapehu, Ngaruahoe, Tarawera, Tauhara und Patauaki und eine Frau – Pihanga. Sie haben sich als Kinder geschworen, dass sie immer zusammen bleiben und nichts sie trennen wird.

Als die Jahrtausende vergingen, wuchsen die Jungberge zu Kriegern heran, während Pihanga zu einer hübschen, mit Farnen bedeckten Nebelmädchen aufblühte. Jeder der Krieger sehnte sich nach dieser Frau.

Wähle – rief sie Tongariro an, Du musst dich entscheiden! Ich kann nicht, antwortete Pihanga, ich liebe euch alle gleichermassen! Dann werden wir kämpfen, und der Sieger wird Dein Mann sein, erklärte Tongariro.

Einer nach dem anderen stiessen die Berge auf Tongariro und einer nach dem anderen wurde besiegt. Schliesslich blieb noch Taranaki übrig, um dem mächtigen Tongariro gegenüberzutreten. Ihr Kampf war heftig! Die Schlacht wütete monatelang, bis eine brennende Pihanga STOP rief, als sie in ihrem geschwärzten Farnmantel dem Tod nahe lag. Anstatt sie zu verlieren, gab Taranaki eine Niederlage zu – und so wurde Pihanga Tongariros Frau.

Als unzählige Jahrtausende vergingen, heilte die Landschaft und die besiegten Berge zogen weg. Tarawera, Tauhara und Patuauki in den Norden, Ruapehu und Ngaruahoe in den Süden.

Viele Kinder wurden in Tongariro  und Pihanga geboren, darunter eines, Panitahi, das ganz anders aussah. Tongariro beschloss, Taranaki eine Falle zu stellen. Er tat so als würde er schlafen und erwischte seinen Freund und seine Frau in einer Umarmung. Tongariro brach in eine riesige Wut aus, welche auf der ganzen Welt zu hören war. Riesige Explosionen zerissen die Landschaft. Die grösste Explosion bildete einen See, den Taupo See.

Aufgrund der ersten Schlachten wollte Taranaki nicht auf Tongariro treffen und zog sich zurück. Er floh mit gebrochenem Herzen nach Westen. Auf seiner Flucht schnitze er eine tiefe Narbe in die Landschaft. Er ist dort bis heute geblieben und wartet darauf, bis er wieder nach Hause darf.

Ja – wahre Liebe kann Berge versetzen – eine wunderschöne Maori Saga.

Fakt in der Realität ist aber, dass Tongariro ein Vulkankomplex ist und die Vulkane Ngauruhoe und Ruapehu zur Taupo-Volcanic-Zone gehören, welche längs durch die Nordinsel verläuft. Entlang dieser Zone treffen die Pazifische und Indo-Australische Platte aufeinander.

Ziel war es, dasss wir das Tongariro Alpin Crossing machen würden, aber wegen der starken Winde und den -12 Grad ganz oben war das für uns keine Möglichkeit, da wir leider auch immer noch stark erkältet sind.

Wir wanderten 20 Kilometer zwischen den beiden Vulkanen durch. Lake Tama war unser Ziel. Der Upper Tama Lake war dann noch eine Herausforderung für sich – wie im Film kämpften wir gegen die starken Winde an. Aber die atemberaubende Aussicht hat uns jede investiere Kraft entschädigt. Auf dem Rückweg machten wir dann noch einen Besuch bei den Taranaki Falls.
Satt an Eindrücken kehren wir auf unseren Campingplatz zurück und kochen uns was gutes.
     

Rotorua – Tongariro NP


Am Morgen ging es um 8:30 Uhr los bis zum Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Der dortige Geysir Lady Knox wird täglich um 10:15 mit Seife zum Ausbruch gebracht. Dass der Ausbruch mit Seife funktioniert, haben Gefangene mal rausgefunden, als sie an dieser Stelle Kleider waschen mussten. 

Nach dem Schauspiel schlenderten wir noch ein wenig durchs Termal Wonderland und bestaunten die unterschiedlichen Farben des Wassers und der Steine.

 

 

Dann ging die Reise weiter Richtung Taupo, wo wir vorher noch einen Stopp bei den Huka Falls machten.

Nach Sushi-Essen in Taupo fuhren wir weiter Richtung Süden in den Tongariro Nationalpark, wo wir unser Nachtlager in Ohakune aufgeschlagen haben. Eigentlich sind wir hierher gekommen, weil wir morgen das Tongariro Crossing machen wollten. Doch leider haben sich die Wetteraussichten wieder verschlechtert und sie erwarten am Morgen auf dem Red Crater -12 Grad – so warme Kleider haben wir nicht dabei und da wir beide noch nicht ganz gesund sind, lassen wir es lieber sein. Was wir als Alternative machen werden, könnt ihr morgen hier lesen 🙂

Rotorua

Wie schön es ist, nicht schon am Morgen früh aufzuräumen :-). Ein bisschen blogen (ohne leider daran zu verdienen, seufzg) und ein leckeres Frühstück von Benny gezaubert erhalten. Hey – das sind Ferien. Es ist unglaublich, wie wir den Alltag schon hinter uns gelassen haben (gut sind Mailsboxen und Kalender nicht synchronisiert :-)).

Rotorua ist bekannt für die geothermischen Aktivitäten und die ausgeprägte Maori Kultur. Also gehts los – zu Fuss eine gute Stunde bis zum Whakarewarewa Valley von Te Puia – dort wo die Geysire ein phänomenales Naturschauspiel abliefern (wenn es andere Lesende gibt, die auch nicht wissen, was Geysir heisst – Conny nennt das eine Warmwasserphontäne :-)). Der grösste Geysir wird bis zu 30 Meter hoch und ist ein bis zweimal die Stunde aktiv. Dann blubbert es rundum in Schlammlöchern und kleinen Seen. Die heissen Steine zum „ds Füdli“ wärmen sind im Eintrittspreis von stolzen 54 Dollar pro Person enthalten ;-).

         

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