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Canberra – Blue Mountains

Canberra haben wir am Morgen verlassen, ohne gross zu stoppen. Es ist eine Verwaltungsstadt, die kaum etwas für Touristen zu bieten hat. Unser nächstes Ziel sind nun die Blue Mountains. Einige andere Touristen meinen das auch und die Strassen sind daher dicht befahren. Stellt Euch vor, nach Adelboden würde ein zweispuriger Highway gebaut, d.h. ganze vier Spuren um in die Berge zu kommen :-)! Gut – aber die Mountains hier sind dann ja Hügel, welche über einige Quadratkilometer ausgedehnt ins Land gehen. Daher vielleicht berechtigt. 

Der bekannteste Ort hier ist Katoomba. Von dort verlaufen einige mögliche Trecks . Wir fuhren aber weiter bis Blackheath zweigten dort ab ins Meglong Valley. Das war dann unser Ziel. Die Fahrt durch die Eukalyptus Wälder war erfrischend und da etwas abgelegen, endlich auch einsamer. Wir haben uns entschieden, über die Nacht in einem Busch Camp zu übernachten. Bei unserer Ankunft fanden wir für unseren langen Camper gleich noch einen Platz. Danach wollten wir den Treck aufsuchen, welcher uns zwischen drei und vier Stunden durch die Wälder und über eine Schwingbrücke führen sollte. Man glaubt es nicht, aber alle Wege die wir eingeschlagen haben, enden in einer Sackgasse. Die Hitze war sehr drückig, daher machten wir es uns im Schatten des Campers bequem und genossen von dort aus die Natur. 

   

Naracoorte – Port Campell

Früh morgens starten wir den Motor und fahren Richtung Great Ocean Road. Es braucht hier alles seine Zeit und wir sind erst um die Mittagszeit in der so beakannten Welt. Gesehen haben wir nebst dem Bay of Island, der London Bridge auch den Grotto und sind nun in Port Campell gelandet.

Heute haben wir ganz knapp und mit viel Glück einen Campingplatz mit Strom erhalten. Es kann gut sein, dass unsere Spontanität, keine Buchung zu tätigen, die nächsten Tage aufs ärgste flach rauskommt. Alle Campsites sind ausgebucht. Wir finden nichts, was wir die nächsten Tage buchen könnten. On verra!

Nun – geniesst den Schnee zu Hause! Wir denken an Euch. Heute Abend sind Trainerhosen und Bettsocken angesagt, denn wir haben knapp noch 20 Grad um 21 Uhr :-(.

  

St. Helens – Launceston

Von St. Helens starten wir morgens über den Umweg von Bridport, welches nördlich von Tasmaien liegt, nach Launceston. Bridport ist ein Ferienort der Aussies, der grosse Zeltplatz im Stadtzentrum hat absolut keine Ausländer beheimatet und im kalten Meer baden die Kinder, wie wir Warmduscher im Moossee :-). Wir haben dort die Küstengegend besichtigt, einen gäbigen Spaziergang gemacht und uns eine Glace gegönnt. Nach free WiFi und Updates nach Hause sind wir dann in die zweitgrösste Stadt von Tasmanien gefahren.

Dort haben wir in einem B&B ein Zimmer für eine Nacht gebucht. Ein herzliches altes Ehepaar managed dort einige Zimmer. Wir würden die Location aber nicht empfehlen, denn wenn sich das eine im Bett gedreht hat, ist das andere gleich mitgesprungen :-). Das forderte kurz eine halbnächtliche Improvisation, will heissen, eines von uns hat teilweise am Boden geschlafen, damit wenigstens beide einige Stunden Schlaf geniessen konnten.

Vorher haben wir aber den Nachmittag mit einer Stadterkundung verbracht und sind in das an der Stadt angrenzende Tal spaziert. Dort versprach man uns einen kleinen See und eventuell Wallabies. Nun, der See war eine Badi, es gab noch ein Swimmingpool und wurde von x Menschen belagert, welche irgendwo mit dem Auto angereist sind. Wir glaubten wir spinnen. Klar somit auch, dass die wilden Tiere wohl nie oder erst in der Nacht kommen.

Beim zurück spazieren sind wir am Hafen vorbei gekommen, welcher ein schönes Restaurant mit Garten hatte. Dort haben wir uns ein Nachtessen gegönnt, bevor wir dann eben ins Federbett gehüpft sind.

 

 

 

Adelaide – Naracoorte

Gut ausgeschlafen fahren wir mit dem Taxi zur Campervermietung von Apollo. Wir erhalten unser 7,1 Meter langen Camper, mit knapp 10000 km, also fast neu. Wir freuen uns über den vielen Platz und endlich wieder ein zu Hause zu haben, ohne ständiges packen von Koffern.

 

Als erstes fahren wir – der Erfahrung von Neuseeland sei Dank – in ein nahegelegenes Einkaufszentrum und shoppen die wichtigsten Dinge. Und das Einkaufszentrum war sooo gross, dass Conny gerade einen Coiffeure gefunden und innert zwei Stunden für 50 Dollar eine Haartönung erhalten hat und Benny sooo viele Geschäfte nach seinem Gefallen hat, dass er nebst Camper einrichten gut wusste, was er tun mag. Und zuletzt dann auch seine wohlverdiente chinesische Rückenmassage. Nach zwei Stunden treffen wir uns wieder (war schon fast komisch, so lange alleine zu sein, grins) und essen unser heissgeliebtes Sushi, bevor wir uns auf den vierstündigen Weg nach Naracoorte machen. Der Ort dient uns lediglich zum Zwischenstopp, bevor wir Richtung Great Ocean Road fahren. Unterwegs dorthin sehen wir kilometerweit nur Reben, bekannte Namen sehen wir unterwegs, Weine, welche auch in der Schweiz zu kaufen sind. Spannend zu sehen, woher die kommen.

Launceston – Hobart – Adelaide

Nachdem wir im B&B gefrühstückt und für den frühabendlichen Flug gepackt hatten, fuhren wir los Richtung Hobart. Die Stadt kannten wir ja noch nicht, da wir bei der Ankunft gleich ins Grüne gefahren sind. Unterwegs haben wir in der Nähe von Richmond bei einem Tierpark angehalten. Denn bisher haben wir nur tote Kängis und Wallabies gesehen, jetzt wollten wir sie mal aus der Nähe ansehen. Der Park war teilweise so angelegt, dass die Tiere zu den Menschen (oder leider wohl eher die Menschen zu den Tieren) gehen konnten. Im Eingang haben sie einen Futterautomaten (1 Box für 1 Dollar) aufgestellt, man kann sich vorstellen, dass fast alle dieses Futter gekauft haben und den armen Tierchen verfuttert haben. Aber wehe – man hatte kein Futter, wie wir – da wir auch mal ein härziges Känguruh ein bisschen mürrisch und tschaupet einem etwas agressiv auf dem Fuss rum, aua. Koalas haben wir leider keine gesehen. Aber zahme Rehs, Wallabies und Känguruhs. Zwar süss, aber es schmerzt einem, wenn man weiss, dass das wilde Tiere sind, welche völlig futter- und menschenabhängig gemacht wurden. Durch uns Menschen.

    

Danach gings weiter nach Hobart, wo wir im Hafen parkierten und einen Rundspaziergang durch die untere Stadthälfte machten. Nach einer kleinen Mittagspause machen wir uns auf den Weg zum Flughafen, wo wir das Mietauto abgeben, versuchen Frau Sigrist einzuchecken, obwohl sie im Pass einen anderen Namen hat 🙂 🙂 und dann eine Stunde zu früh die Gelegenheit nutzen, uns über Australien und unsere nächsten Ziele bekannt zu machen.

 

Nach einem kurzen Flug landen wir abends und mit einer erneuten Zeitverschiebung in Adelaide, stellen das Gepäck im IBIS-Hotel ab und machen uns schnurstraks auf, ein gutes Restaurant zu finden. Wir haben eine Zauberei von japanischen Spezialitäten gefunden und eine Rechnung beglichen, wo wir dreimal davon selber kochen könnten. Aber schön wars!

Gute Nacht Adelaide, gute Nacht Australien, nun endlich sind wir da und freuen uns auf das grosse Land.

St. Helens – Bay of Fire – St. Helens

Merry X-Mas da draussen! Heute ist der 25. Dezember und alle feiern diesen Tag. Das merken wir schon frühmorgens, als alles ganz still und verlassen ist im Dorf. Unterwegs stellen wir dann fest, dass wir nichts zum Abendessen haben und da alle Restaurants auch geschlossen sind, müssen wir erfinderisch werden. Bier und Wein – das haben wir am Vorabend noch eingekauft :-).

Heute fahren wir etwas nördlich zum Bay of Fire. Die Felsen an der Küste sind rot gefärbt, dies aufgrund einer speziellen Algenart. Die Kotraste sind wunderschön und laden nach einem kurzen Spaziergang zum Verweilen ein.

Anschliessend fahren wir noch zu den vom Reiseführer Stefan Loose empfohlenen Wasserfälle namens St. Columbia Falls – sie sind hübsch, aber wir haben wohl in Neuseeland zu viele Schönere gesehen.

 

Wir merken beide, dass wir keine grossen Sprünge machen wollen. Neuseeland ist uns noch zu nah und wir schaffen gerade den Sprung in die neue Welt nicht so richtig. Trotz der viel zu kurzen Zeit auf Tasmanien entscheiden wir uns, um zwei Uhr zurück in unser Häusschen auf dem Campingplatz zu fahren und dort einige ruhige Stunden mit lesen und spielen zu verbringen. Auch müssen wir ja noch einige fixe Punkte andenken, wenns denn wieder mit dem Camper weitergeht.

 

Nun, das Einkaufen an der Tanke war dann noch ein Erlebnis, essbares gibts nur Asia Nudeln und Sandwiches (so gruusigi Cheibe mit wissem Toscht, wo drümau chasch faute u imne Muufou ou gässe hesch, wääähh..). Aber in der Not… So sah dann unser Weihnachtsmenu wie unten aus :-).

    

Hobart – St. Helens

Komisch, nach so langer Zeit am Morgen in einem Hotelzimmer zu erwachen. Wir putzten uns raus und setzten uns nach einem Kaffee ins Auto und fuhren ohne grosse Stadtbesichtigung aus Hobart raus ins Grüne. Zielort ist St. Helens, wo wir zwei Nächte bleiben werden. Wir wollen in unserer kurzen Zeit die Ostküste etwas unter die Lupe nehmen. Nach einer Fahrt durch die nun nicht mehr so reichhaltige aber immer noch grüne Landschaft kommen wir schon bald an die Küste und werden nebst dem wunderschönen warmen Wetter mit weissen Sandstränden belohnt.

 

 

In St. Helens wurde Werbung für eine Wiedereröffnung einer Bar gemacht (wohl auch die einzige, die es dort gibt) und miit dem Eintreffen in der Stadt (zu Fuss) stellen wir auch ein buntes Treiben fest. Die Christmas Parade steht an! Nach einigen Biers gehen wir uns ein Restaurant suchen. Das einzige, welches geöffnet hat, ist der Italiener. Die Pizzas sind amerikanischer Style, aber gut. Während dem Essen fängt dann die Parade an, wir mussten das sehen und liessen die Pizza links liegen. Es war sooo lustig und anders, als wir das kennen. Aber eines haben die Menschen hier uns voraus. Bei uns sind Weihnachten immer so besinnlich und traurig, hier aber findet ein riesen Fest statt und die Menschen aus dem Dorf und weiter Umgebung kommen zusammen. Schön wars, danke, dass wir das miterleben durften.

Fox Glacier – Queenstown

Welch ein Tagesstart! Um 6.00 Uhr (sechs Uhr gell!!) klingelte der Wecker. Wir haben uns mit Moni und Dani zur Frühwanderung an den Lake Matheson verabredet. Um 6.30 Uhr losfahren, da gemäss Reiseführer der See zum Sonnenaufgang ganz ruhig und in einem super Licht erscheint. Nun – dann auf!

Über dem See schweben noch einige kleine feine Nebelfäden. Ganz ruhig und zwart kommt die Welt am Morgen früh bei uns an. Im Spiegelbild des Sees können wir den Mount Cook bewundern. Welch wunderschöner Moment. 

 

   

Nach einem leckeren Cappuccino sind wir dann in die Camper gestigen und bis zu einem Flussbett gefahren, wo wir Campingtischchen und Stühle herausgeholt und ein gemeinsam ein reichliches Frühstück genossen haben. Die Wärme, der blaue Himmel, die Landschaft, die sich vor uns zum Frühstück ausbreitete – genau so stellen wir uns die Freiheit mit Camper vor! WOW!

 

Danach müssen wir leider von den beiden Schweizern Abschied nehmen. Gute Reise Ihr Zwei – es war uns ein Vergnügen mit Euch. Wir fahren los auf den langen Weg nach Queenstown. Nicht etwa langweilig ist der Weg, welcher uns quer durch die Alpen führt. Wunderschöne Seen (und das sind hier nicht so kleine Bergseen wie wir diese in der Schweiz kennen) und herrliche Berge rundherum. Welch Paradies bei schönem Wetter einem beschwert wird, danke New Zealand, we love you!

    

 

    

 Zu guter Letzt sind wir dann noch die legendäre Bungie Jumping Bridge besichtigen gegangen. Die armen Touristen, welche dort runterspringen, iihhh…

Ja und nun sind wir etwas ausserhalb von Queentown angekommen. Wir werden hier zwei Nächte verbringen, bevor wir zum letzten Höhepunkt unserer Reise fahren. Dazu gilt es mehr denn je: Daumen drücken, dass uns das Wetter einigermassen gut bleibt.

Motueka – Greymouth

Auf dem Weg nach Greymouth sind wir beim ersten Stopp zu den Seals in der Nähe von Westport gefahren. Wir standen an den Felsen und haben sie zuerst fast nicht gesehen. Erst mit längerer Beobachtungszeit haben wir dann auch kleine Seehunde mit den Mamis gesehen. Einfach süss!

  

Anschliessend fuhren wir zu den Pancakes Rocks (was die alles für Namen vergeben…). Die Natur hat hier was wunderschönes erschaffen. Felsen, die aus dem Meer heraustürmen und vom Wasser über ewige Jahre geformt und ausgespült wurden.

  

 

Die Zeit lässt uns leider keine Wahl – wir müssen das Schöne der Küste verlassen und wieder in den Camper sitzen. Greymouth und einen Apero mit dem Schweizer Ehepaar warten auf uns. Bei der Ankunft regnet es wieder einmal. Aber wie das Wetter hier so ist – April in der Schweiz ist ein Segen! – bald hört es auf. Nach dem Abendessen sehen wir aus dem Fenster einen Rotstich am Himmel – das Meer gleich hinter dem Camper – ab an den Strand und kitschige Fotos knipsen – was für einen herrlichen und traumhaften Sonnenuntergang – sowas meinen wir noch nie gesehen zu haben.

 

Motueka (Abel Tasman National Park)

We walk! Endlich sind wir wieder draussen in der Natur und können einen Tag völlig ohne Camper fahren geniessen.

Wir haben uns eine Tour mit Boot gebucht. Morgens um 8.20 Uhr sind wir beim Campingplatz abgeholt und zum Hafen gefahren worden. Dort sind wir auf das Boot eingecheckt. Zuerst sind wir entlang des Parks bis zum Schluss auf dem Boot geblieben (von Kaiteriteri nach Totaranui) und haben viele Beaches und wunderschöne Uferzonen beobachten können. Sogar Seehunde habenw wir bewundert (leider hat Conny drei Fotos gemacht, aber immer dann abgedrückt, wenn die Seehunde schon nicht mehr auf den Steinen zu sehen waren :-)).

Auf dem Rückweg sind wir beim Medlandes Beach ausgestiegen und haben die Wanderung bis Anchorage gemacht. Unterwegs haben wir ein Schweizer Ehepaar kennen gelernt, mit ihnen sind wir dann zurück im Hafen noch ins Bier :-).

     

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