Autor: Conny

Kaikoura – Motueka

So, den Walfisch haben wir gesehen. Spät aber immerhin. Zur ganzen Story:

Früh morgens um halb sieben klingelte der Wecker. Ohne diesen „Tschäderi“ schlafen wir mittlerweile fast bis 12 Stunden, irgendwie müssen wir was nachholen oder vorholen? Egal den Wecker brauchte es dringend. Nach einer obligatorischen Kiwi für die Vitamine und den Kaffee gings ab zum Meetingpoint. Nach ellenlangen Instructions zum Thema, was mann/frau alles bei einer Bootspanne machen muss, wurden wir in einen Car zum Hafen gefahren. Mit einem Schnellboot gehts zur Bucht hinaus ins Meer und auf die Suche nach den Walen. Die gesuchten Tiere sind Sperm Wales, vom Film wissen wir nun, wie sie aussehen müssten.

Zuerst startet aber eine andere – sehr unangenehme Unterhaltung. Nicht vergebens sind vor allen Sitzen die „Kotztüten“. Mindestens ein Drittel der Gesellschaft wird fahl im Gesicht und widmet sich nicht mehr dem schönen welligen Meer, sondern der Tüte. Nun, wir lassen die Tüten Tüten sein und geniessen die Fahrt. Jetzt wissen wir aber auch, warum die Crew ziemlich gut bestückt ist, die wissen was zu tun ist.

Den Wal gabs dann ganz am Schluss. Benny hat ihn gefilmt, unten Fotoausschnitte davon. Schön wars! Danke Du lieber Wal, dass Du uns kurz beschert hast.

 

Danach gings wiederum auf zu einer langen Fahrt. Da es dem weiblichen Part der Reisegemeinschaft erheblich besser geht, war die Bordunterhaltung gewährleistet. Christmas Songs der Schwägerin (bzw. Bennys Schwester) haben uns lange begleitet. Danke für die Ohrwürmer, es war ein Vergnügen. Die langen Baustellen auf der Strasse wurden auch spassig – bei allen Starts und Stopps standen Arbeiter, welche den Verkehr regelten – welche sich über freundliches Winken und Lachen sehr happy zeigten und für uns ein grosser Unterhaltungseffekt wurde (wer lächelt am schönsten?).

In Nelson haben wir einen kurzen Stopp mit einer halben Stunde Fussvertreten durch die Stadt gemacht, bevor wir nach Motueka fuhren. Hier bleiben wir nun zwei Tage, da wir endlich wieder einen Treck machen wollen.

Nach einem leckeren Znacht von Benny (Spargeln!!) und einem mässigen Merlot machen wir nun unsere Wandersachen bereit, damit wir Morgen früh bereit sind, wenn uns der Bus zu unserem Schiff holen kommt. Aber davon dann Morgen mehr. Gute Nacht liebe Schweiz!

Tongariro Nationalpark

Endlich darf ich meine Geschichte erzählen!

In  einer längst vergangenen Zeit wurden acht Berge aus der Landschaft geboren. Es lebten sieben Männer – Tongariro, Taranaki, Ruapehu, Ngaruahoe, Tarawera, Tauhara und Patauaki und eine Frau – Pihanga. Sie haben sich als Kinder geschworen, dass sie immer zusammen bleiben und nichts sie trennen wird.

Als die Jahrtausende vergingen, wuchsen die Jungberge zu Kriegern heran, während Pihanga zu einer hübschen, mit Farnen bedeckten Nebelmädchen aufblühte. Jeder der Krieger sehnte sich nach dieser Frau.

Wähle – rief sie Tongariro an, Du musst dich entscheiden! Ich kann nicht, antwortete Pihanga, ich liebe euch alle gleichermassen! Dann werden wir kämpfen, und der Sieger wird Dein Mann sein, erklärte Tongariro.

Einer nach dem anderen stiessen die Berge auf Tongariro und einer nach dem anderen wurde besiegt. Schliesslich blieb noch Taranaki übrig, um dem mächtigen Tongariro gegenüberzutreten. Ihr Kampf war heftig! Die Schlacht wütete monatelang, bis eine brennende Pihanga STOP rief, als sie in ihrem geschwärzten Farnmantel dem Tod nahe lag. Anstatt sie zu verlieren, gab Taranaki eine Niederlage zu – und so wurde Pihanga Tongariros Frau.

Als unzählige Jahrtausende vergingen, heilte die Landschaft und die besiegten Berge zogen weg. Tarawera, Tauhara und Patuauki in den Norden, Ruapehu und Ngaruahoe in den Süden.

Viele Kinder wurden in Tongariro  und Pihanga geboren, darunter eines, Panitahi, das ganz anders aussah. Tongariro beschloss, Taranaki eine Falle zu stellen. Er tat so als würde er schlafen und erwischte seinen Freund und seine Frau in einer Umarmung. Tongariro brach in eine riesige Wut aus, welche auf der ganzen Welt zu hören war. Riesige Explosionen zerissen die Landschaft. Die grösste Explosion bildete einen See, den Taupo See.

Aufgrund der ersten Schlachten wollte Taranaki nicht auf Tongariro treffen und zog sich zurück. Er floh mit gebrochenem Herzen nach Westen. Auf seiner Flucht schnitze er eine tiefe Narbe in die Landschaft. Er ist dort bis heute geblieben und wartet darauf, bis er wieder nach Hause darf.

Ja – wahre Liebe kann Berge versetzen – eine wunderschöne Maori Saga.

Fakt in der Realität ist aber, dass Tongariro ein Vulkankomplex ist und die Vulkane Ngauruhoe und Ruapehu zur Taupo-Volcanic-Zone gehören, welche längs durch die Nordinsel verläuft. Entlang dieser Zone treffen die Pazifische und Indo-Australische Platte aufeinander.

Ziel war es, dasss wir das Tongariro Alpin Crossing machen würden, aber wegen der starken Winde und den -12 Grad ganz oben war das für uns keine Möglichkeit, da wir leider auch immer noch stark erkältet sind.

Wir wanderten 20 Kilometer zwischen den beiden Vulkanen durch. Lake Tama war unser Ziel. Der Upper Tama Lake war dann noch eine Herausforderung für sich – wie im Film kämpften wir gegen die starken Winde an. Aber die atemberaubende Aussicht hat uns jede investiere Kraft entschädigt. Auf dem Rückweg machten wir dann noch einen Besuch bei den Taranaki Falls.
Satt an Eindrücken kehren wir auf unseren Campingplatz zurück und kochen uns was gutes.
     

Rotorua

Wie schön es ist, nicht schon am Morgen früh aufzuräumen :-). Ein bisschen blogen (ohne leider daran zu verdienen, seufzg) und ein leckeres Frühstück von Benny gezaubert erhalten. Hey – das sind Ferien. Es ist unglaublich, wie wir den Alltag schon hinter uns gelassen haben (gut sind Mailsboxen und Kalender nicht synchronisiert :-)).

Rotorua ist bekannt für die geothermischen Aktivitäten und die ausgeprägte Maori Kultur. Also gehts los – zu Fuss eine gute Stunde bis zum Whakarewarewa Valley von Te Puia – dort wo die Geysire ein phänomenales Naturschauspiel abliefern (wenn es andere Lesende gibt, die auch nicht wissen, was Geysir heisst – Conny nennt das eine Warmwasserphontäne :-)). Der grösste Geysir wird bis zu 30 Meter hoch und ist ein bis zweimal die Stunde aktiv. Dann blubbert es rundum in Schlammlöchern und kleinen Seen. Die heissen Steine zum „ds Füdli“ wärmen sind im Eintrittspreis von stolzen 54 Dollar pro Person enthalten ;-).

         

Coromandel – Hobbiton – Rotorua

 

Frühmorgens (also früher aufgestanden als zu Hause!) räumen wir unseren Camper auf und fahren los. Heute haben wir einiges vor. Wir fahren von Coromandel quer durch den Wald an die andere Küste wieder Richtung Süden nach Cathedral Cove. Statt dem grossen offiziellen Parkplatz können wir bei einem pensionierten Herr vor der Haustür parkieren (er verlangt auch seine 10 Dollar, einfach gewusst wie :-)), sind aber nur wenige Meter vor dem kurzen Treck entfernt, welcher uns zu diesem Wunder der Natur führt.

Schon nur die Aussicht ist atemberaubend, der wunderschöne 40 minütige Weg nach unten in die Bucht ist bereichert mit einer Fauna wie es nur im Bilderbuche steht. Überall riesige Farnebäume und Palmen, Gräser, Blumen, viele Vögel (nicht nur wir zwei) und immer wieder Ausblicke in die Bucht und die kleinen Inselchen vor dran.

Unten angekommen kam plötzlich Hektik auf – im Wassser sehen wir zwei Rückenflossen… Wale? Scheinbar waren es Orcas und hintennach noch ein kleiner Hüpfer eines Delfins! Unsere Herzen klopfen wild, als Taucher brauchst du also gar nicht ins Wasser :-)!

Und plötzlich fängt es an zu gewittern und zu regnen was das Zeug hält. Zwar haben wir die Regensachen immer bei uns, aber wir waren mit Hosen und Schuhen „pflutschpflädinass“.

       

Auf dem Weg nach Hobbiton frühstücken wir mal kurz stehend – bevor wir der Sonne entgegen fahren. Endlich Sonne! Hobbiton kann man nur mit einer Gruppenführung machen. Aber trotz der Touristenflut können wir die Geschichten vom damaligen Set und die Häusschen bewundern.  Zwei Stunden Märchen sind uns gegönnt, es war hübsch und unterhaltsam.

    

Im späten Nachmittag fahren wir noch eine Stunde nach Rotorua. Dort campen wir nun zwei Nächte, damit wir mal ein bisschen gemütlich den Tag angehen können.

First day in New Zealand / Auckland – Coromandel

Endlich – wir sind da! Nach unserer Ankunft im Hotel und einer erfrischenden Dusche gilt es, noch einige Stunden ohne Bett auszukommen. Wir wollen ja ohne tagelanges Jetlag hier ankommen. Nun – fast geglueckt. Im Hafen von Auckland weht uns eine erfrischende Meeresbrise entgegen. In der Queeen Street sucht Benny das alte Auckland (er hat die Stadt vor 20 Jahren das letzte Mal gesehen), es hat sich aber stark verändert, aber vor allem zum Positiven. Wir flanieren und singen mit paar Abba-Damen einige Hits, bevor wir im Hafen einen Burger bzw. Fish&Chips geniessen. Viel zu früh gehen wir ins Bett, die Erschöpfung ist doch da.

Next day – nun gehts auf zum Campervermieter. Unser Hippiebus steht schon bereit. Kaum eingestiegen, fängt es an zu regnen. Jetzt gilt es aber ernst, der Linksverkehr fordert uns die ersten Momente. Benny macht das aber souverän. Das anschliessende Shopping ist aber sehr fordernd – nix wie zu Hause. Guckst Du:

Dann gings los via Autobahn zu unserem ersten Ziel – Coromandel, Cathedral Cove. Man merke sich: Der Ort ist nicht gleich Ausflugsziel, der Ort liegt dann noch 1,5 Stunden weiter vom Ziel entfernt und kann aufgrund Regen und später Zeit nicht mehr im geplanten Zeitrahmen erreicht werden. Verschiebe auf Morgen :-).

Auf der Fahrt haben wir aber das Privileg von wunderschöner Landschaft.

Also und dann ist das noch diese Sache mit den Einwohnern und den Schafen. Scheinbar hat es zehnmal mehr Schafe als Einwohner. Haben wir schon über Kühe geschrieben? Nein? Logisches Denken von Conny :-), ich habe noch nie Neuseeland und Kühe miteinander verbunden. Aber, ich habe noch fast keine Schafe gesehen. Aber viiiele Kühe. Ich glaube das mit den Schafen hier kann fast nicht sein…

Auf unserer Reise werden wir die “top ten” Campingsides aufsuchen, dort haben wir uns nun auch für unsere erste Campingnacht eingenistet und gekocht. Morgen früh gehts hier los, wir werden bei den Hobbits erwartet.

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