Endlich darf ich meine Geschichte erzählen!
In einer längst vergangenen Zeit wurden acht Berge aus der Landschaft geboren. Es lebten sieben Männer – Tongariro, Taranaki, Ruapehu, Ngaruahoe, Tarawera, Tauhara und Patauaki und eine Frau – Pihanga. Sie haben sich als Kinder geschworen, dass sie immer zusammen bleiben und nichts sie trennen wird.
Als die Jahrtausende vergingen, wuchsen die Jungberge zu Kriegern heran, während Pihanga zu einer hübschen, mit Farnen bedeckten Nebelmädchen aufblühte. Jeder der Krieger sehnte sich nach dieser Frau.
Wähle – rief sie Tongariro an, Du musst dich entscheiden! Ich kann nicht, antwortete Pihanga, ich liebe euch alle gleichermassen! Dann werden wir kämpfen, und der Sieger wird Dein Mann sein, erklärte Tongariro.
Einer nach dem anderen stiessen die Berge auf Tongariro und einer nach dem anderen wurde besiegt. Schliesslich blieb noch Taranaki übrig, um dem mächtigen Tongariro gegenüberzutreten. Ihr Kampf war heftig! Die Schlacht wütete monatelang, bis eine brennende Pihanga STOP rief, als sie in ihrem geschwärzten Farnmantel dem Tod nahe lag. Anstatt sie zu verlieren, gab Taranaki eine Niederlage zu – und so wurde Pihanga Tongariros Frau.
Als unzählige Jahrtausende vergingen, heilte die Landschaft und die besiegten Berge zogen weg. Tarawera, Tauhara und Patuauki in den Norden, Ruapehu und Ngaruahoe in den Süden.
Viele Kinder wurden in Tongariro und Pihanga geboren, darunter eines, Panitahi, das ganz anders aussah. Tongariro beschloss, Taranaki eine Falle zu stellen. Er tat so als würde er schlafen und erwischte seinen Freund und seine Frau in einer Umarmung. Tongariro brach in eine riesige Wut aus, welche auf der ganzen Welt zu hören war. Riesige Explosionen zerissen die Landschaft. Die grösste Explosion bildete einen See, den Taupo See.
Aufgrund der ersten Schlachten wollte Taranaki nicht auf Tongariro treffen und zog sich zurück. Er floh mit gebrochenem Herzen nach Westen. Auf seiner Flucht schnitze er eine tiefe Narbe in die Landschaft. Er ist dort bis heute geblieben und wartet darauf, bis er wieder nach Hause darf.


Ja – wahre Liebe kann Berge versetzen – eine wunderschöne Maori Saga.
Fakt in der Realität ist aber, dass Tongariro ein Vulkankomplex ist und die Vulkane Ngauruhoe und Ruapehu zur Taupo-Volcanic-Zone gehören, welche längs durch die Nordinsel verläuft. Entlang dieser Zone treffen die Pazifische und Indo-Australische Platte aufeinander.
Ziel war es, dasss wir das Tongariro Alpin Crossing machen würden, aber wegen der starken Winde und den -12 Grad ganz oben war das für uns keine Möglichkeit, da wir leider auch immer noch stark erkältet sind.










Endlich – wir sind da! Nach unserer Ankunft im Hotel und einer erfrischenden Dusche gilt es, noch einige Stunden ohne Bett auszukommen. Wir wollen ja ohne tagelanges Jetlag hier ankommen. Nun – fast geglueckt. Im Hafen von Auckland weht uns eine erfrischende Meeresbrise entgegen. In der Queeen Street sucht Benny das alte Auckland (er hat die Stadt vor 20 Jahren das letzte Mal gesehen), es hat sich aber stark verändert, aber vor allem zum Positiven. Wir flanieren und singen mit paar Abba-Damen einige Hits, bevor wir im Hafen einen Burger bzw. Fish&Chips geniessen. Viel zu früh gehen wir ins Bett, die Erschöpfung ist doch da.






